
Chip, Quelle: mezga_Flickr
Es ist Wissenschaftlern nun endlich gelungen, eine Technik zu entwickeln, die dem menschlichen Gehirn ähnlicher scheint als alles zuvor dagewesene. Zwar seien Computerprozessoren in den letzten Jahren immer schneller und leistungsfähiger geworden, an die Fähigkeiten des Menschen kamen sie jedoch nicht heran. Das könnte sich jetzt ändern. Mikrochips wurden erfunden, die eigene Erkenntnisse gewinnen können. Damit erhalten Computer Grundzüge der menschlichen Wahrnehmung. Schon lange wird daran gearbeitet, Technik mit den Erkenntnissen der Hirnforschung zu verbinden. Nun ist die Forschung einen Schritt weiter – einen großen Schritt, wie die Gruppe IBM selbst sagt. Nun wurden die Prototypen der hirnähnlichen Prozessoren erstmalig vorgestellt. Sie unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Chips. Es dürfte dennoch ein Jahrzehnt mindestens vergehen, bis diese Prozessoren wirklich in Geräte eingebaut werden. Giulio Tononi, Professor für Psychiatrie an der Uni Wisconsin, meint jedoch, dass es momentan nicht so wichtig sei, welche Leistung die Chips momentan erbringen. Es sei viel interessanter, was sie bis jetzt schon erbrachten und auf welche Weise sie funktionieren. Das Besondere, Neue ist, dass die Chips auch Informationen verarbeiten können, für die sie nicht programmiert wurden. Somit sind sie quasi „lernfähig“. Der erste Schritt in dieser Technik ist getan. Es gibt natürlich noch viel zu tun, jedoch ist der erste Schritt immer der schwerste. Kritiker meinen, dass diese Technik ethisch nicht verantwortbar sei. Vor allem Anhänger von kirchlichen Gemeinden protestierten in den vergangenen Tagen vor der Universität Wisconsin. Sie meinen, dass es vor Gott nicht verantwortbar sei, Computer mit menschen auf eine Stufe zu stellen und die göttliche Schöpfung nicht nachzuempfinden. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Forscher davon beeindrucken lassen oder nicht. Insgesamt ist die Bevölkerung laut Umfragen offen für neue Techniken und begrüßt jegliche Neuerungen.